Üben

Die Erfahrung zeigt, daß die wöchentliche Gitarrenstunde zwar den meisten  Schülern Spaß bringt, doch wenn es ans tägliche Üben geht, hört der Spaß oft auf.

Bei jüngeren Kindern ist es ideal, wenn ein Elternteil auch ein Instrument spielt, vielleicht auch Gitarre. Dann übt Vater oder Mutter mit dem Kind täglich eine Viertelstunde. Dies bringt Kindern meist viel Freude.

Jugendliche brauchen eine starke Motivation, um täglich zu üben. Es hilft, wenn man gleich zu Beginn des Unterrichts kleine, leichte Musikstücke vorstellt, auch unabhängig von Gitarreschulen, die in die Welt der meisten Jugendlichen passen (Pop, Rock, Blues u.ä.) Davon gibt es eine ganze Menge. Auch ist es falsch, von vorneherein anzunehmen, Jugendliche lehnten sog.klassische Musik ab. Manchmal - wenn allzu offensichtlich wird, daß nicht geübt wird, nützt es, auch einmal “Klartext” zu reden.

Erwachsene haben oft eine eigene Motivation, Gitarre zu lernen. Mal sind es die eigenen Kinder, mit denen Eltern gemeinsam musizieren möchten. Oder es sind vorwiegend berufliche Gründe, z.B. bei ErzieherInnen oder LehrerInnen. Oft soll auch das in der Jugend Gelernte wieder aufgenommen oder aufgefrischt werden. Viele Erwachsene möchten gern mit Anderen zusammenspielen. Manchmal trägt das Musikinstrument sogar dazu bei, Alltagssorgen oder andere Probleme besser zu bewältigen. (Musik kann als Therapie eingesetzt werden.) Ein Erwachsener kann natürlich selbst einschätzen, wie viel Zeit er zum Üben aufbringen kann oder will oder welche Ziele er sich setzt.

Fazit: Am Üben führt kein Weg vorbei, wenn man das Gitarrenspiel richtig erlernen will. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, welche Stilrichtung man letztlich bevorzugt.

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Wie allgemein in der Erziehung gilt auch für InstrumentallehrerInnen: Steht er/ sie voll zu seinen/ ihren Lehrinhalten, überträgt sich diese Haltung meist auch auf seine/ ihre Schüler. Begeisterung steckt an! Herauskehren von scheinbarer Macht und Überlegenheit oder Zwang zum Üben (auch von Seiten der Eltern) bringt nichts. Kinder und Jugendliche erkennen dagegen natürliche Autorität an, die fachliche und pädagogische Qualität vereint. Bei Erwachsenen begegnen sich Schüler und Lehrer auf gleicher Ebene, aber auch hier muß die “Chemie” stimmen.